Körner und Grassamen nutzt der Mensch seit Anbeginn zu Nahrungszwecken,
sie stellen eine wichtige Energiequelle dar. Gräser selbst wurden aber
bei der Ernährung bislang vernachlässigt. Das ist unbegreiflich, denn
gerade in Getreidegräsern wie Gerstengras steckt eine Fülle wertvoller
Vital- und Nährstoffe, die die Ernährung ungemein bereichern können.
Dunkelgrüne Gemüse gelten bei Ernährungswissenschaftlern als elementarer
Bestandteil der täglichen Kost. Auch Getreidegräser sind grüne
Lebensmittel und gehören nach Meinung der Experten neben dunkelgrünem,
blättrigem Gemüse jeden Tag auf den Tisch. Inzwischen hat die Forschung
viel über den ernährungsphysiologischen Wert von Grassäften
herausgefunden. Die Säfte sollen dazu beitragen, unsere physische und
psychische Gesundheit zu fördern.
Obst
und Gemüse, das heutzutage in den Handel gelangt, ist längst nicht mehr
so nährstoffreich wie früher. Künstliche Düngemittel, chemische
Pflanzenschutzmittel und ausgelaugte Böden sind verantwortlich dafür,
dass Obst und Gemüse heute weniger wichtige Vitamine, Mineralstoffe und
Spurenelemente enthalten. Biologisch angebautes grünes Gemüse wie
Gerstengras aber stellt alle wesentlichen Nährstoffe bereit, die der
menschliche Organismus braucht. Dieses besondere Nahrungsmittel enthält
in konzentrierter Form Beta-Karotin, Kalzium, Chlorophyll, pflanzliche
Faserstoffe und Eisen. Gerstengras stellt darüber hinaus leicht
verwertbare Proteine, wichtige Vitamine wie Vitamin K, Vitamin C und
B-Vitamine zur Verfügung.
Die in Gerstengras vorkommenden
Nährstoffe unterstützen die miteinander verbundenen Funktionen aller
lebenswichtigen Systeme und physiologischen Prozesse. Von Bedeutung ist,
dass die vielen verschiedenen Nährstoffe in Gerstengras synergetisch
zusammenwirken. Ein Beispiel dafür ist der Zusammenhang zwischen
Magnesiumaufnahme und der Höhe des Kalzium- und Kaliumspiegels. Wird dem
Körper genügend Magnesium zugeführt, so steigt auch der Kalzium- und
Kaliumspiegel. Magnesium ist unverzichtbar für die Mobilisierung von
Kalzium in den Knochen und zum Erhalt von Kalium in den Zellen.
Kaliummangel macht sich durch chronische Müdigkeit sowie verlangsamte
Muskel- und Denkprozesse bemerkbar. Gerstengras liefert beispielsweise
auch viel Kalium und kann diesen Problemen vorbeugen.
Unter
den Gräsern besitzt Gerstengras einen besonders hohen Stellenwert. Es
hat beispielsweise besondere Vorzüge gegenüber Weizengras. Pilzbefall
durch Candida albicans verursacht eine Schwächung des menschlichen
Organismus. Verantwortlich dafür sind die Stoffwechselgifte, die die
Pilze erzeugen. Zuckerhaltige, süße Nahrungsmittel, zu denen auch
süßliches Weizengras zählt, lösen Pilzbefall aus. Die im Weizengras
enthaltene Glukose dient den Darmpilzen als Nahrung. Deshalb sollten
Menschen, die unter Mykosen leiden, auch Weizengras meiden und
stattdessen Gerstengras zu sich nehmen.
Gerstengras ist aber
auch aus anderen Gründen Weizengras vorzuziehen. Denn es ist noch
nährstoffreicher als Weizengras. Herb-würziges Gerstengras enthält die
doppelte Menge an leicht verwertbarem Kalizum und Kalium. Beide
Mineralien sind wichtig für einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt.
Gerstengras ist noch reicher an Chlorophyll und Enzymen als Weizengras
und verfügt auch über mehr Aminosäuren. Während frischer Weizengrassaft
mitunter schwer verdaulich ist, ist Gerstengrassaft in jeder Form hoch
verträglich. Sein Basenüberschuss sorgt für eine Neutralisation der
Magensäure. Außerdem ist Gerstengras eine wichtige Quelle für das als
Antioxidans wirkende Enzym SOD und für wertvolle Fettsäuren. Magen,
Leber, Galle und Bauchspeicheldrüse werden durch die in Gerstengras
enthaltenen
Bitterstoffe
unterstützt. Solche Bitterstoffe kommen unter anderem auch in Wild- und
Küchenkräutern vor. Gerstengras ist ein sehr potentes Nahrungsmittel,
das – regelmäßig verzehrt – hilft, die Gesundheit zu fördern.
Die
so zahlreich in Gerstengras vorkommenden Vitalstoffe wie Vitamine,
Mineralien, Spurenelemente, Enzyme und Proteine machen es nicht nur zu
einem besonders hochwertigen Lebensmittel, sondern auch zu einem Mittel
für die Gesundheitsförderung. Große Bedeutung hat in diesem Zusammenhang
das Chlorophyll, das reichlich in Gerstengras vorhanden ist.
Chlorophyll ist vollkommen ungiftig und wurde bereits schon im Altertum
zu Heilzwecken eingesetzt. Es gilt als wirksames Stimulans bei der
Bildung neuer Zellen und der Reparatur von Gewebe. Wissenschaftler
fanden außerdem heraus, dass Chlorophyll beim Entgiften von Nutzen ist
und offenbar zur Wundheilung beiträgt. Natürliches Chlorophyll – wie in
Gerstengras – ist viel wirksamer als synthetisch hergestelltes und noch
dazu nebenwirkungsfrei. Blutarme Menschen, Schwangere und Vegetarier
sollten zur Unterstützung der Blutbildung auf grüne Grassäfte
zurückgreifen. Chlorophyll kann darüber hinaus unterstützend wirken bei
Eiweißmangel, Arteriosklerose, Magengeschwür, Entzündungen der
Nasennebenhöhlen oder Bauchfellentzündung. Gerstengrassaft enthält
sechsundsechzig Mal so viel Chlorophyll wie Spinat und ist damit eine
der wichtigsten Chlorophyllquellen aus der Natur.
Gerstengras
soll den natürlichen Energiefluss des Körpers wiederherstellen. So
erklären sich viele Experten seinen positiven Effekt bei ganz
unterschiedlichen Beschwerden. Eingesetzt wird das grüne Gras unter
anderem zur begleitenden Behandlung bei Übergewicht, Haarausfall,
Hautproblemen, Übersäuerung, Potenzschwierigkeiten, ebenso bei
Bluthochdruck, Schlafproblemen, Kopfschmerzen, Menstruationsproblemen,
Muskelkrämpfen und vielen anderen gesundheitlichen Störungen.
Grassäfte
sind völlig frei von Schadstoffen und daher zur inneren Anwendung und
auch für Einläufe geeignet. Nachgewiesen ist eine besondere Eigenschaft
von chlorophyllhaltigen Grassäften. Sie können das Bakterienwachstum
hemmen, indem sie eine ungünstige Lebensumgebung für schädliche
Bakterien schaffen. Sie sollen darüber hinaus aber auch in der Lage
sein, Gifte zu neutralisieren, weshalb sie oft beim
Entschlacken, Entgiften und Entsäuern zum Einsatz kommen.
Zur
Förderung der Gesundheit ist regelmäßiges Trinken von grünem
Gerstengrassaft hilfreich. Gerade bei der Entsäuerung des Körpers
offenbart
Gerstengras
sein Potenzial. Durch falsche Ernährung sowie den Genuss von Kaffee und
anderen koffeinhaltigen Getränken wird das Säure-Basen-Gleichgewicht
des Organismus aus der Bahn geworfen – der Körper übersäuert.
Gerstengras ist ein sehr starker Basenbildner und vermag den
Säure-Basen-Haushalt wieder in Balance zu bringen. Durch eine
Entsäuerung
kann zahlreichen Erkrankungen – vor allem so genannten
Zivilisationskrankheiten – entgegengewirkt werden. Einige
Wissenschaftler sehen Gerstengras als das basischste Lebensmittel
überhaupt an. Es übertrifft so bekannte Basenbildner wie Spinat, Bananen
oder Tomaten deutlich in seiner Wirkung. Hinzu kommt noch, dass
Gerstengrasextrakt wesentlich mehr Mineralstoffe, die ebenfalls für die
Aufrechterhaltung der Gesundheit von großer Bedeutung sind, als diese
Gemüse enthält. Ob der Körper übersäuert ist, lässt sich anhand von
bestimmten Merkmalen feststellen. Deutliche Zeichen für einen gestörten
Säure-Basen-Haushalt sind zum Beispiel Erschöpfungszustände,
Herzbeschwerden, Reizbarkeit, Schlafprobleme, Verstopfung und trockene
Haut. Mit Hilfe von Teststreifen aus der Apotheke kann jeder den pH-Wert
von Speichel oder Urin selbst ohne große Mühe bestimmen. Bei zu
niedrigem pH empfiehlt sich die Einnahme von Gerstengrassaft, um den
Körper zu entsäuern.
Gerstengrassaft hat aber noch viele
weitere positive Eigenschaften, die sich wohltuend auf die Gesundheit
auswirken können. So soll sich das enzymreiche Nahrungsmittel als
hilfreich bei der Zellerneuerung erweisen und sogar bereits geschädigte
Zellen reparieren können. Ein in Gerstengras vorkommendes Enzym, das
SOD, kann offenbar bestimmte Alterungsprozesse im Körper verlangsamen.
Nicht umsonst gilt Gerstengrassaft als Verjüngungselixier. Ein weiterer
wichtiger Aspekt ist der Schutz, den grüne Algen- und Grassäfte wie
Gerstengrassaft gegen radioaktive Strahlung und Röntgenstrahlung bieten
sollen.
Gerstengras
überzeugt durch sein optimales Nährstoffprofil. In diesem vollwertigen
Lebensmittel sind außer Vitamin D, das vom menschlichen Körper bei
ausreichend Sonnenlicht selbst gebildet wird, sämtliche notwendigen
Mineralstoffe, Vitamine und Enzyme enthalten. Das gilt auch für alle
lebenswichtigen Aminosäuren. Im Vergleich zu anderen Grünpflanzen
besitzt das Gras den höchsten Chlorophyllgehalt und ist in dieser
Hinsicht nur noch mit der
Afa-Alge
zu vergleichen. Nicht nur die Fülle an Nährstoffen macht den besonderen
Wert von Gerstengras aus, sondern auch deren ausgewogene
Zusammensetzung. Sie entspricht offenbar exakt den menschlichen
Bedürfnissen. Die Vitamine und Mineralstoffe im Gerstengras haben
synergetische, das heißt sich gegenseitig unterstützende Wirkung.
Gerstengrassaft enthält die doppelte Menge an Kalzium wie Milch, ist doppelt so reich an Kalium und Kalzium wie Weizengras, liefert mehr
Vitamin C
als Orangen und auch deutlich mehr Eisen als Spinat. Darüber hinaus
stellt das Gras viel Magnesium, Kupfer und Zink bereit. Bestimmte
pflanzliche Inhaltsstoffe, die Isoflavonoide, haben im Körper einen
ähnlichen Effekt wie Östrogene. Bei der Vorbeugung von Osteoporose
spielen sie eine Rolle, denn sie können
Kalzium in den Knochen halten und so verhindern, dass Knochen brüchig werden.
Besonders
reich ist Gerstengras auch an essenziellen Fettsäuren, zu denen
beispielsweise Linol- und Linolensäure gehören. Diese Fettsäuren sind an
der Produktion hormonähnlicher Substanzen beteiligt, beschleunigen das
Zellwachstum, haben einen Einfluss auf das Hautbild und können die
Tätigkeit der Leber unterstützen. Auch auf die Funktion des
Nervensystems sollen sie sich positiv auswirken. In Gerstengras sind
Fettsäuren im Verhältnis von fünfzig Prozent Linolensäure, zwanzig
Prozent Palmitinsäure und neun Prozent Linolsäure enthalten. Um den
Körper ausreichend mit lebenswichtigen Nährstoffen zu versorgen, ist es
empfehlenswert, zwei- bis dreimal am Tag jeweils ein Gramm
Gerstengraspulver aufzunehmen. Diese Menge ist optimal für gesunde
Erwachsene. Für Menschen, die an Übersäuerung leiden, und Schulkinder
ist die doppelte Dosis optimal.
Fünfundvierzig Prozent des Gesamtgewichts von
Gerstengraspulver
macht das in ihm enthaltene Eiweiß aus. Milch enthält beispielsweise
nur drei Prozent und Vollkornweizenmehl nur zehn Prozent. Das
verdeutlicht die Bedeutung von Gerstengras als Eiweißlieferant. In
frischem Gerstengrassaft sind ungefähr fünfundzwanzig Prozent Eiweiß
enthalten. Dieses Eiweiß ist anderen pflanzlichen und tierischen
Eiweißen überlegen, weil es sehr leicht verdaulich ist. Proteine sind
wichtig für die Bildung von Antikörpern, Enzymen und Hormonen,
stimulieren die Zellerneuerung und wirken sich auf das
Elektrolyt-/Wasser-Gleichgewicht sowie auf den Säure-Basen-Haushalt aus.
Interessant ist, dass Gerstengras reichlich Penylalanin – eine
spezielle Aminosäure – enthält. Diese Aminosäure fördert Vitalität und
geistige Beweglichkeit und soll Depressionen, Schmerzen und
Hungergefühle reduzieren helfen. Weiterhin sind so wichtige Aminosäuren
wie Lysin, Isoleucin und Leucin, Trypthophan, Alanin, Histidin und viele
mehr in Gerstengras vorhanden. Die in Gerstengras so zahlreich
vorkommenden Aminosäuren in optimaler Bioverfügbarkeit machen das
Nahrungsmittel perfekt geeignet für alle Menschen, die einen erhöhten
Eiweißbedarf haben. Dazu gehören unter anderem Sportler,
Geistesarbeiter, Veganer, Kinder, Schwangere, stressbelastete Menschen
und Kranke.
Außerdem gilt Gerstengrassaft als eine der besten
Enzymquellen, die es gibt. Mehr als achtzig verschiedene Enzyme wurden
bisher in dem grünen Gras ausgemacht. Zu den wichtigsten gehört
Superoxid-Dismutase (SOD), das der frühzeitigen Zellalterung
entgegenwirken soll und offenbar krebsauslösende Substanzen auflösen
könnte. Die Enzyme tragen wesentlich zur Aufrechterhaltung der
Gesundheit bei.