Doku: Astronauten aus dem All - Eine Spurensuche
20. Juni 2010
Astronauten aus dem All - Eine Spurensuche N24
Doku: Astronauten aus dem All - Eine Spurensuche
19. Juni 2010
Flüchtlingsdrama in Kirgisien
Wenn Ihr koennt, nehmt Euch ein wenig Zeit und lest die unten angehängte eMail. Sie stammt von einer Freundin , einem jungen Mädchen, daß in Osh / Kirgisien lebt. Dort ist seit einiger Zeit ein Bürgerkrieg ausgebrochen, über den in den weltweiten Medien kaum berichtet wird.
Ich habe die Nachricht selbst von meiner Verwandten über Myspace bekommen und sie eben ins Deutsche übersetzt. Werde versuchen, sie jetzt noch an verschiedene Zeitungen zu schicken. Wenn Ihr da noch Tipps und Hilfe habt, meldet Euch!
Herzliche Grüße,
Bodek
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Von Raushan Aitkozhaeva:
"Wir befinden uns inmitten eines Krieges (Kirgisien, Stadt Osh). Hier passiert gerade etwas Furchtbares, Unvorstellbares!!! Das Erschreckende ist, daß in den Massenmedien nicht einmal ein Zehntel dessen wiedergegeben wird, was hier vor sich geht. Eine "Ethnische Säuberung", wenn man so will. Ganze Stadtteile mit von Usbeken bewohnten Häusern sind bis aufs Letzte abgebrannt, Menschen werden in ganzen Familien inklusive Frauen und Kinder niedergemetzelt. Draußen sind ganze Berge von Leichen und Verletzten, denen niemand Hilfe leistet. Ganze "Armeen" junger Menschen kirgisischer Herkunft wüten in aufgebrachtem und oft nicht nüchternem Zustand bewaffnet durch die Stadt; sie töten und verbrennen alles, was ihnen in den Weg kommt.
Das ganze wird von der Politik unterstützt. Der innenpolitische Konflikt ist lange gereift, sodaß jemand jetzt auf sehr listige Weise davon Gebrauch machen konnte. Es scheint, als ob gerade deswegen die Staatsoberhäupter stillsitzen und darüber schweigen, was hier passiert. Mein Eindruck ist, daß das Weggucken unserer Regierung irgendwie durchdacht, geplant ist.
Sergey (mein Schwiegervater) ging heute morgen auf hohes Risiko und zu unser aller Schrecken aus dem Haus, um Lebensmittel zu holen. Auf der Straße lag ein verletzter, sterbender alter Mann. Sergey wollte ihm helfen und drehte ihn auf den Rücken um. In dem Augenblick kam eine Gruppe von Jugendlichen angerannt und begann, den Alten mit Füßen zu treten. Einer von ihnen schrie: "Das ist doch ein Kirgise!"; ein anderer entgegnete: "Nein, er ist Usbeke! Komm, wir zünden ihn an!" Als Sergey in Hilflosigkeit wegging, lag der Alte bereits tot und in Flammen auf der Straße.
Von offizieller Seite her wurde gesagt, man solle alle Gewalttaten und Chaos verhindern, aber daran hält sich hier niemand. Das Zugucken geht weiter! Helikopter fliegen herum und Autos fahren mit Blaulicht durch die Gegend, aber das alles passiert nur zum Schein - es gibt keinerlei aktive Hilfe von Seiten der Polizei oder offizieller Organisationen.
Letzte Nacht hat eine Kämpfergruppierung ein Militärgelände, nicht weit von unserem Haus, eingenommen. Dort gibt es Waffen, Helikopter und vieles mehr. Sie haben schon davor eine riesige Menge an Waffen gehabt (wir fragen uns woher die ganzen "einfachen Leute", die gegeneinander kämpfen solche Schusswaffen bekommen konnten?), und jetzt werden es immer mehr, und dazu noch schweres Kriegsgerät.
Für uns hier bedeutet das Ganze, daß wir nicht mehr an Lebensmittel kommen, vielen droht schon jetzt reale Hungersnot, denn die Reserven gehen zuende. Es wird uns verkündet, daß es Hilfslieferungen gibt mit Essen, Wasser und Medikamenten, aber das ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Brot ist gerade geliefert worden, aber seltsamerweise bekommen die Russen davon nichts ab. Wir wollen kein Brot! Wir wollen Leben!!! Warum wird in den russischen Nachrichten gesagt, daß sich der Zustand hier stabilisiert hat, obwohl hier alles immer schlimmer wird? Es gibt nur eine Antwort - jemand möchte nicht, daß die Welt davon erfährt. Oder sie tun einfach nur so, als würden sie es nicht bemerken.
Mein Ziel ist es, diese Nachricht so weit wie möglich zu verbreiten - daß so viele wie möglich weltweit von der Situation hier erfahren. Wir fürchten, alleine gelassen zu werden mit unserem Leid!!! Die Tatsache, daß der kleine Anteil an hier lebenden Russen bisher verschont wurde, ist wohl nur eine Frage der Zeit. Die wütende Bevölkerung hat Blut gerochen, den Kampf angesagt und gesehen, daß sie ungestraft davon kommen würden. Wir haben hier Todesangst! Jeden Tag wissen wir nicht, ob wir ihn noch überleben werden. Bitte, gebt diese Nachricht an alle Möglichen Seiten weiter, stellt sie in die Nachrichten und Foren!!! Bitte lasst uns nicht alleine!!! Dies ist ein ernsthafter Hilfeschrei!!!"
Die blutigen Unruhen im Süden Kirgisiens sind abgeflaut; das Flüchtlingsdrama hält aber unvermindert an.
Die UNO schätzt, dass vierhunderttausend Menschen aus ihren Heimatorten vertrieben worden sind. Einhunderttausend davon haben sich in das benachbarte Usbekistan gerettet, das jetzt aber keine Flüchtlinge mehr aufnimmt.
Das Zentrum der Unruhen lag in der Gegend von Osch, der zweitgrößten Stadt des Landes. “Die Regierung will nicht wissen, wie wir leben”, sagt eine Frau hier; “wir leben nicht, wir überleben nur, wie Tiere.”
Bei den Kämpfen waren Kirgisen und Usbeken aufeinander losgegangen. Für die Übergangsregierung, die erst vor kurzem den autoritären Staatspräsidenten Kurmanbek Bakijew gestürzt hat, ist das eine schwere Bewährungsprobe.
Die amtierende Präsidentin Rosa Otunbajewa spricht jetzt von bis zu zweitausend Toten, zehnmal so viele wie offiziell bekannt. Viele Opfer seien nach der Tradition sofort begraben worden, ohne dass man sie gezählt habe.
Die Vereinten Nationen wollen Kirgistan nun helfen: Die Mitgliedsländer sollen dazu knapp sechzig Millionen Euro spenden.
Мы в эпицентре войны (Киргизстан, г.Ош). Здесь творится что-то страшное, невообразимое!!! Поразительно, но в средствах массовой информации не сообщается и о десятой доле того, что здесь происходит. Этническая чистка, если это можно так назвать. Целые кварталы узбекских домов сожжены дотла, людей вырезают семьями, женщин, детей, горы трупов на улицах, раненых, которым никто не оказывает помощи. Целые отряды молодых людей киргизской национальности в нетрезвом или накачанном состоянии носятся по городу с оружием в руках, убивая и сжигая все на своем пути. Все это имеет политическую подоплеку. Внутренний национальный конфликт зрел давно, и кто-то умело воспользовался этим в своих целях. Кажется, именно поэтому власти бездействуют и умалчивают о том, что происходит. Такое впечатление, что бездействие какое-то обдуманное, спланированное. Сергей (мой зять) сегодня утром пошел на свой страх и риск домой за продуктами. На улице лежал раненый умирающий старик. Сергей хотел оказать ему помощь, перевернул на спину. Тут сбежалась группа молодежи, стала пинать старика ногами. Один говорит: "Это же киргиз!". Другой ответил: "Нет, это узбек! Давайте, подожжем его!" Когда Сергей шел назад, старик лежал уже мертвый и обгоревший. Официально вышел приказ стрелять в зачинщиков беспорядка на поражение, но никто этот приказ не выполняет. Бесчинства продолжаются!!! Вертолеты летают для вида и машины с мигалками ездят тоже для вида, но никаких активных действий не со стороны правоохранительных органов нет. Сегодня ночью воинствующая группировка захватила военную часть недалеко от нашего дома. Там оружие, вертолеты, БТР. У них и без этого было огромное количество оружия (неизвестно откуда у простых людей, просто конфликтующих друг с другом может быть столько огнестрельного оружия), а сейчас стало еще больше, и к нему прибавилась военная техника. Прибавить к этому, что мы не можем приобрести продукты и людям реально грозит голод, когда те небольшие запасы, которые у них есть, закончатся. Сообщают о якобы поступающей гуманитарной помощи в виде продуктов и медикаментов, но это лишь капля в море. Сейчас привезли хлеб, но русским не дают почему-то .Нам нужна не гумантарка! Мы хотим жить!!! Почему по Российским новостям передают, что обстановка стабилизировалась, когда все стало еще хуже? Ответ один - кто-то не хочет, чтобы об этом знали. Или просто делают вид, что не знают. Моя цель - распространить как можно больше информации о том, что происходит, с целью привлечь как можно больше внимания мировой общественности, к этому. Мы боимся остаться наедине со своей бедой!!! То, что жалкий остаток русских пока не трогают, это лишь вопрос времени. Народ почувствовал вкус крови, халявы и безнаказанности. Мы серьезно опасаемся за свою жизнь. Даже нет, мы находимся в состоянии постоянного животного страха. Пожалуйста, распространите эту информацию как можно большему количеству людей, по всевозможным форумам и сайтам!!! Это крик о помощи!!! Крик отчаяния!!!
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