2. November 2011
Energiesparlampen die uns Vergiften - Gift aus Energiesparlampen belastet Raumluft
Gift aus Energiesparlampen belastet Raumluft
Energiesparlampen können bei Betrieb giftige Stoffe abgeben. Das haben Recherchen von Markt ergeben. Eine Untersuchung von Energiesparlampen hat gezeigt, dass eingeschaltete Lampen Dämpfe freisetzen, die im Verdacht stehen, krebserzeugend zu sein. Schon länger war bekannt, dass Energiesparlampen Quecksilber enthalten. Dies wird aber nur freigesetzt, wenn Lampen zerbrechen.
Gift aus Energiesparlampen
Markt hat in einer Stichprobe fünf Energiesparlampen in einem zertifizierten Labor untersuchen lassen. Das Ergebnis: Ein ganzer Cocktail an Schadstoffen steckt in den getesteten Lampen.
Experte: "Lampen gasen krebserzeugende Substanzen aus"
Markt hat in einer Stichprobe Energiesparlampen unterschiedlicher Hersteller in einem zertifizierten Labor untersuchen lassen. Das Ergebnis: Alle enthalten deutlich messbare Mengen an Phenol, einem Stoff, der im Verdacht steht, krebserzeugend zu sein. Und nicht nur das: In den getesteten Energiesparlampen steckt ein ganzer Cocktail an giftigen Stoffen. Der vereidigte Sachverständige für Innenraumschadstoffe, Peter Braun, bestätigte Markt, dass diese Stoffe die Raumluft belasten können: "Besonders bedenklich ist, dass alle untersuchten Lampen im Betrieb krebserzeugende Substanzen ausgasen, und das gilt ausgerechnet für die Stoffe, die wir in den höchsten Konzentrationen gefunden haben."
Reaktionen der Hersteller
Ein Hersteller hat auf die Recherchen von Markt bereits reagiert und angekündigt, "den Einbringungsweg der genannten Stoffe zurückzuverfolgen." Weiterhin gab er an, die Stoffe könnten "aus Klebstoffen und Einzelkomponenten der Lampe stammen".
Ein anderer Hersteller teilte Markt mit, "dass weder die Art der Substanzen noch ihre Konzentration die festgelegten Grenzwerte überschreitet". Dazu der Sachverständige Peter Braun: "Gerade für solche krebserzeugenden Substanzen gilt aber das Minimierungsgebot, sie sollten also möglichst vollständig aus der Umgebung des Menschen verschwinden. Grund dafür ist, dass auch geringste Mengen dieser Stoffe das Risiko erhöhen können, an Krebs zu erkranken."
Gefährliche Energiesparlampen: Quecksilber vergiftet Umwelt
von Annika Pohle/Jörg Hilbert
Die Energiesparlampe spart Strom und soll so die Umwelt schonen. Doch das Ökowunder hat Schattenseiten. In Energiesparlampen ist Quecksilber enthalten. Das ist hochgiftig und wird zum Problem, wenn es im Hausmüll und dann in der Müllverbrennung landet. Und genau das passiert viel zu oft. Nach Angaben der Lightcycle GmbH werden fast 90 Prozent der in Privathaushalten eingesetzten Energiesparlampen nicht sachgerecht entsorgt.
Energiesparlampen gehören in den Sondermüll
Eigentlich soll ein kleines Zeichen, eine durchgestrichene Mülltonne auf der Verpackung, warnen: Nicht in den Hausmüll werfen! Doch viele Verbraucher nehmen das nicht ernst und wissen gar nicht, dass Quecksilber in den Lampen enthalten ist. Das Entsorgungsunternehmen Lightcycle rechnet mit 80 Millionen falsch entsorgten Lampen jährlich.
Das Problem: Der Gesetzgeber hat die Entsorgung der Lampen nicht ausreichend gesetzlich geregelt. Läden, die Energiesparlampen verkaufen, müssen diese nicht zwingend zurücknehmen. Schärfere gesetzliche Regelungen zur Rücknahme sind bis auf Weiteres vom Bundesumweltministerium nicht geplant. So kann die Rückgabe einer ausgebrannten Lampe für den Verbraucher zum Problem werden. Baumärkte, Supermärkte und Discounter nehmen die Lampen oft einfach nicht zurück. Wer will schon wegen jeder kaputten Lampe zum Recyclinghof fahren. "Also, ab in den Hausmüll", denken sich da viele und erweisen der Umwelt damit einen schlechten Dienst.
Was tun beim Bruch einer Energiesparlampe?
- Zunächst Fenster öffnen und Raum verlassen, 15 Minuten gut durchlüften.
- Keinen Staubsauger benutzen.
- Beim Aufsammeln der Bruchstücke Einmalhandschuhe tragen.
- Mit Karton Bruchstücke zusammenkehren, Reste mit feuchten Papiertüchern, eventuell mit Klebeband aufnehmen.
- Alle Bruchstücke und verwendete Reinigungsutensilien in einem leeren verschließbaren Glasgefäß, etwa einem Einmachglas sammeln; als Sondermüll entsorgen.
Quelle: Bundesinstitut für Risikobewertung
Quecksilber im Hausmüll gelangt in die Umwelt
Auch moderne Müllverbrennungsanlagen können das Quecksilber der im Hausmüll entsorgten Energiesparlampen nicht vollständig zurückhalten. Es kann so in die Umwelt gelangen und Luft, Böden und Gewässer belasten. "Der Mensch nimmt das Quecksilber dann mit der Nahrung und der Luft auf!" warnt Dr. Helmut Köster vom Medizinischen Labor Bremen.
Solange es keine gesetzlichen Grundlagen gibt, sehen die Händler sich nicht in der Pflicht die ausgedienten Lampen und deren Entsorgung zu übernehmen. Also liegt die Verantwortung voll beim Verbraucher: Lightcycle informiert auf seiner Internetseite über kommunale und gewerbliche Entsorgungsstationen. Das Thema bleibt aktuell, schließlich ist es bereits beschlossene Sache: Die Energiesparlampe wird die Glühbirne in den nächsten Jahren komplett ersetzen.
Quelle :
http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/markt/wohnen_energie/energiesparlampen119.htmlNichts wird zur Wahrheit, nur weil man es oft genug wiederholt
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