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11. Juni 2010

Die Sonne wacht auf: Wissenschaftler warnen vor Sonnenstürmen

SonnenaktivitätAlle elf Jahre erreicht die Sonnenaktivität ein Maximum - eigentlich fast eine Routineangelegenheit, aber diesmal sind die Forscher der NASA besorgt - eine besonders hohe Sonnenaktivität könnte für die Erde fatale Auswirkungen haben.
Denn im Zuge der Aktivitätsmaxima kann es auch zu so genannten Sonnenstürmen kommen: Die Sonne schießt dabei riesige Mengen geladener Teilchen ins All, die auch auf das Erdmagnetfeld und unsere Atmosphäre treffen. Durch den Schutzs unseres Erdmagnetfelds gelangt allerdings nur ein Bruchteil dieser Teilchen tatsächlich bis auf die Erde. Immer noch genug jedoch, um unseren Planeten im schlimmsten Szenario quasi lahmzulegen.


Verletzbare Technik

Der Grund, warum die Sonnenstürme zu einem Problem werden könnten, ist nicht nur, dass das Maximum der Sonnenaktivität diesmal besonders heftig ausfallen könnte, sondern vor allem, dass wir durch all unsere Kommunikations-Technik so anfällig sind, wie noch nie zuvor. Satelliten, GPS, Mobilfunk und Stromnetze - jedes dieser Systeme sind sehr stark von Sonnenstürmen bedroht und ein Ausfall könnte in unserer vernetzten Zeit verheerend folgen haben.
Ein Report der National Academy of Sciences in den USA warnte 2009, dass die ökonomische Gefahr, die von den Sonnenstürmen ausgeht, 2O mal größer ist als die durch den Hurrikan Katrina. Zwar sind starke Sonnenstürme relativ selten, sollten sie jedoch auftreten, könnte es große Teile der Welt gelichzeitig in einen Ausnahmezustand bringen, warnen auch Forscher der NASA.
Wissenschaftler der NASA, der National Oceanic and Atmospheric Administration und der National Science Foundation in den USA haben sich deshalb diese Woche zu einem Strategie-Gespräch getroffen.
"Die Sonne erwacht aus einem tiefen Schlaf, und in den nächsten Jahren erwarten wir eine sehr viel höhere solare Aktivität. Gleichzeitig hat unsere technologische Gesellschaft eine beispiellose Empfindlichkeit auf Sonnenstürme entwickelt. Der Schnittpunkt dieser beiden Tatsachen ist das, was wir hier zusammen diskutieren möchten" erklärte Richard Fisher, Leiter der "Heliophysics Division" der NASA zu diesem Treffen.


Zusammenbruch von Strom, Kommunikation und Trinkwasserversorgung

SonneEs geht nicht um Kleinigkeiten. Der bereits erwähnte Report der National Academy of Sciences kam zu dem Schluss, dass nicht nur die Telekommunikation, sondern auch das Stromnetz durch einen Sonnensturm für Tage oder sogar Monate lahmgelegt werden könnten.
"Zu den Auswirkungen eines längerfristigen Ausfalls würden wahrscheinlich zum Beispiel Störungen der Transport-, Kommunikations-, Banken- und Finanz-Systeme und der Erbringung staatlicher Leistungen gehören, außerdem der Zusammenbruch der Trinkwasserversorgung aufgrund von Pumpenausfällen und der Verlust von verderblichen Lebensmitteln und Medikamenten wegen mangelnder Kühlung", heißt es in dem Bericht.
Solch dramatische Auswirkungen können jedoch vermieden werden, wenn die Sonnenstürme vorhergesagt werden können, denn Satelliten und Transformatoren könnten in einen sicheren Modus versetzt werden. Deshalb wird das so gennante "Space Weather" immer wichtiger für die Forscher. Auf dem aktuellen Treffen soll vor allem auch über solche Vorsorgemaßnahmen gesprochen werden.
"Ich glaube, wir sind auf der Schwelle zu einem neuen Zeitalter, in dem Weltraumwetter genauso einflussreich in unserem täglichen Leben wird, wie das gewöhnliche irdische Wetter. Wir nehmen das tatsächlich sehr ernst", erklärt Fisher.
 Quelle: http://www.sein.del

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Es gibt sehr viele Dinge auf der Erde, die nicht sehr einfach zuerklären sind und manches Mal nur durch ein Dogma der Wissenschaft am Leben erhalten werden. Es kann nicht sein, was nicht sein darf - so die Devise vieler Wissenschaftler und selbst ernannten Experten. Das müssen wir ändern, indem wir kritische Fragen stellen und nicht alles als gegeben hinnehmen.

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