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3. Dezember 2010

Verbraucherschützer fordern Glühbirnen zurück

Das Umweltbundesamt (UBA) hat einen neuen Beleg für Gesundheitsgefahren durch entweichendes Quecksilber bei zerbrochenen Energiesparlampen veröffentlicht. Geht eine Lampe zu Bruch, könne das giftige Schwermetall in die Raumluft gelangen, heißt es in einer Untersuchung. Eine Stichprobe des UBA zeige, dass nach dem Bruch einer Energiesparlampe die Quecksilber- Belastung um das 20-fache über dem Richtwert von 0,35 Mikrogramm/Kubikmeter für Innenräume liege.

Verbraucherschützer fordern angesichts dieser Ergebnisse ein Aussetzen des EU-Verbots für herkömmliche Glühbirnen, solange keine sicheren Alternativen auf dem Markt sind. "Der Staat hat bei der Produktsicherheit offenbar geschlafen", klagte der Vorstand des Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv), Gerd Billen. Es könne nicht sein, dass ein sicheres Produkt verboten und durch ein unsicheres ersetzt werde.

Glühbirne (Foto: picture-alliance/ dpa) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Verbraucherschützer fordern ein vorübergehendes Comeback der Glühbirne. ]

Der vzbv verlangt zudem, dass Hersteller und Händler das Geld für Energiesparlampen, die beim Zerbrechen zu hohen Quecksilberbelastungen führen würden, zurückerstatten. "Das Quecksilber ist die Achillesferse der Energiesparlampen. Daher brauchen wir mittelfristig eine Lampentechnik, von der keine Quecksilberbelastung ausgeht", sagte UBA-Präsident Jochen Flasbarth.

Verbrauchern riet Flasbarth, in Kinderzimmern und an anderen Stellen mit erhöhtem Bruchrisiko Energiesparlampen einzusetzen, die mit einer Kunststoffummantelung oder anderen Schutzmaßnahmen gegen ein Zerbrechen gesichert sind. Die Industrie forderte er auf, mehr solcher Lampen anzubieten. Geschehe dies nicht freiwillig, müsse die EU das gesetzlich vorschreiben, betonte Flasbarth. Mittelfristig sollte Lampentechnik ganz auf Quecksilber verzichten. Zurzeit dürfen Energiesparlampen bis zu fünf Milligramm Quecksilber enthalten.

Mögliche Gesundheitsgefährdung für Kinder

Bei dem Test wurden zwei Energiesparlampen von europäischen Markenherstellern untersucht: eine mit zwei Milligramm und die andere mit fünf Milligramm Quecksilber. Beide hatten keine Schutzummantelung und wurden in heißem Zustand zerbrochen. Bei beiden Lampen wurden nach fünf Minuten und auch noch nach fünf Stunden in einem Meter Höhe über dem Fußboden Konzentrationen von Quecksilber gemessen, die die Gesundheit von Schwangeren, kleinen Kindern und empfindlichen Menschen beeinträchtigen können.

Eine Energiesparlampe (Foto: picture-alliance/ dpa) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Tests mit Energiesparlampen hätten ergeben, dass die Quecksilberwerte deutlich höher sind als zulässig. ]

Herkömmliche Glühbirnen mit 100 Watt Leistung dürfen seit dem 1. September 2009 nicht mehr verkauft werden. Seit dem 1. September dieses Jahres gilt das Verbot auch für Birnen mit 75 Watt. Im Jahresabstand werden noch die 60-Watt- sowie schließlich die 40- und 25-Watt-Birnen vom Markt genommen. Ziel der Vorschrift, die in der Öko-Design-Richtlinie der EU steht, ist ein geringerer Stromverbrauch und damit weniger Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid in die Umwelt.

Nach Angaben des Umweltprogramms der Vereinten Nationen UNEP kann allein mit dem Einsatz energiesparender Lampen die Menge an Treibhausgasen eingespart werden, die mehrere Zehnmillionen Autos ausstoßen. Das geht aus einem Bericht hervor, den die Organisation auf dem Klimagipfel in Cancún vorgestellt hat. Die elektrische Beleuchtung benötigt laut UNEP weltweit etwa 19 Prozent allen Stroms und sei für sechs bis acht Prozent des Treibhausgasausstoßes verantwortlich.


Quelle:

http://www.tagesschau.de/inland/gluehbirnenverbot100.html

1 Kommentar:

  1. Was mich interessiert was mit den bunten Glühlampen passiert die für Lichter-ketten verwendet werden. Gibt es da eine Sonderreglung oder kommen dann da auch Energiesparlampen zum Einsatz.

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Nichts wird zur Wahrheit, nur weil man es oft genug wiederholt

Es gibt sehr viele Dinge auf der Erde, die nicht sehr einfach zuerklären sind und manches Mal nur durch ein Dogma der Wissenschaft am Leben erhalten werden. Es kann nicht sein, was nicht sein darf - so die Devise vieler Wissenschaftler und selbst ernannten Experten. Das müssen wir ändern, indem wir kritische Fragen stellen und nicht alles als gegeben hinnehmen.

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