Kleinkinder erleiden Lebensmittelvergiftung durch Glutamat
26. January 2011 von Gesundheitsapostel
In einer Kindergrippe, die täglich vom Catering-Service das Essen erhält, erlitten ein paar Kleinkinder eine Lebensmittelvergiftung. Der Übeltäter war die Tomatensoße, welche mit dem Geschmacksverstärker Glutamat überdosiert war.
Nach dem sich die Kinder die Mahlzeit schmecken ließen, zeigten sich kurze Zeit später die ersten Symptome bei neun Kindern. Ihre Gesichter wurden rot und schwollen an (typisch für Glutamat).
Schlesweg-Holsteiner Zeitungsverlag (shz.de) schreibt:
Spätzle mit Tomatensoße und Möhren: Der Speiseplan der Kindertagesstätte in der St. Petri-Kirche las sich gestern unauffällig wie immer. Doch noch während es sich die Jungen und Mädchen der Kinderkrippe am Mittag schmecken ließen, zeigten sich bei den sechs Monate bis zweieinhalb Jahre alten Kleinen beunruhigende Symptome. Die Gesichtchen von neun der Kinder wurden rot und schwollen an. Den Betreuerinnen fuhr der Schreck in die Glieder: Vergiftungsalarm!
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Warum lässt man zu, dass sogar schon Kleinkinder mit künstlichen Zusatzstoffen vollgestopft werden? Hauptsache den Kindern schmeckt es, aber was in dem Essen drin ist und ob das Essen überhaupt gesund ist, interessiert scheinbar nicht die Bohne?
Von NATÜRLICHEM Essen, d.h. von LEBENSmitteln, die wirklich als solche bezeichnet werden können, erleiden Kinder keine Vergiftung und körperliche Schäden.
Was ist Glutamat und was macht es?
Videolink: http://www.youtube.com/watch?v=TqtX8RGYKO8
Kurzgefasst: Glutamat schädigt den Organismus. Es zerstört Gehirnzellen, löst Allergien aus, verursacht Kopfschmerzen und Migräne, Übelkeit, Muskelschmerzen, Konzentrationsschwäche und Verwirrtheit – und andere Unverträglichkeitsreaktionen. Es wirkt wie Rauschgift.
Interview mit Hans-Ulrich Grimme
foodwatch: Industriell gefertigte Lebensmittel enthalten häufig Geschmacksverstärker wie Glutamat. Was ist das Problem bei diesen Stoffen?
Grimm: Glutamat kann neurotoxisch wirken und Hirnzellen töten. Das ist bereits seit 1969 bekannt. Inzwischen weiß man, dass Glutamat bei Krankheiten wie Alzheimer, Multipler Sklerose oder Parkinson eine unheilvolle Rolle spielt. Die Industrie hat immer dagegen gehalten mit Studien, die das Gegenteil beweisen wollten. Ihr zentrales Argument: Der normale Mensch nähme nur relativ wenig Glutamat zu sich. Tatsächlich hat sich der weltweite Konsum in den letzten Jahrzehnten aber verfünffacht. Und das ist nur der Durchschnittswert. Wer sich häufig von Fertiggerichten ernährt oder gern zu würzigen Snacks greift, ist viel höheren Dosen ausgesetzt. Auch in Salami oder Leberwurst steckt oft Glutamat.
foodwatch: Natürlicher Weise kommt diese Substanz ebenfalls in Lebensmitteln vor, zum Beispiel in Bohnen, Tomaten oder Käse. Sogar unser Körper enthält beträchtliche Mengen davon. Wo liegt der Unterschied zu industriell zugesetztem Glutamat?
Grimm: Beim Menschen liegt es überwiegend gebunden im Organismus vor. Nur ein paar Gramm sind frei verfügbar. Als Botenstoff erfüllt ein Teil davon wichtige Funktionen, zum Beispiel im Hirn und im Darm. Wer extra zugesetztes Glutamat im Essen hat, kaut schneller, schluckt schneller. Insgesamt isst man hastiger und vor allem mehr. Die Appetitsteuerung gerät aus der Balance. Übergewicht kann also auch auf das Konto dieser Substanz gehen. Von den möglichen, langfristigen Folgen für unser Nervensystem ganz zu schweigen. Außerdem gibt es viele Menschen, die empfindlich auf Glutamat reagieren. Das geht bis zu Lähmungserscheinungen und extremen Kopfschmerzen.
Verstecktes Glutamat – Wohinter verbirgt sich Glutamat
Hinter den folgenden E-Nummern verbergen sich Glutamate:
E620 – Glutaminsäure
E621 – Mononatriumglutamat (engl. monosodium glutamate)
E622 – Monokaliumglutamat (engl. monopotassium glutamate)
E623 – Calciumglutamat
E624 – Monoammoniumglutamat
E625 – Magnesiumglutamat
Diese Bezeichnungen gelten allerdings nur für Glutamate in „Reinform“ (>99%). Substanzen, die weniger als 99% enthalten, werden unter unzähligen anderen Namen verarbeitet.
Zutaten, die IMMER Glutamat enthalten (ca. 30-80%):
Hefeextrakt
autolysierte Hefe
hydrolysierte (Pflanzen-/Gemüse-) Proteine
hydrolysiertes Hafermehl
Pflanzenproteinextrakt
Natriumkaseinat
Calciumkaseinat
texturierte (Soja-/Gemüse-) Proteine (TVP‘s)
Zutaten, die SEHR OFT Glutamat enthalten (ca. 10-40%):
Malzextrakt
Maltodextrin/Maltodextrose
fermentierter Weizen
(natürliche) Aromen
(pflanzliche/flüssige/Speise-/Fleisch-/Soja-) Würze/Gewürze
gekörnte Brühe
Brühwürfel
Zutaten, die Glutamat enthalten KÖNNEN (bis zu 12%):
Carrageenan
Enzyme
(konzentrierte/isolierte) Weizen-/Sojaproteine
Sojamilch
Pektin
Lecithin
Weiterführende Links:
- Die Glutamat-Story
- Geschmacksverstärker Glutamat
- Gehirnzerstörer Glutamat – Geschmack auf eigene Gefahr
Quelle :
http://www.gesundheitlicheaufklaerung.de/kleinkinder-erleiden-lebensmittelvergiftung-durch-glutamat
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