Erst kürzlich hatte der Nobelpreisträger Luc Montagnier schon für Aufsehen gesorgt, als er behauptete, dass DNA in Wasser eine Radiowellensignatur hinterlässt. Nun hat er seine Forschung auf ein neues Level gehoben: Er behauptet, ihm sei eine Quantenteleportation von DNA gelungen.
Wasser speichert Informationen
In seinem ersten Versuch hatte Montagnier gezeigt, dass DNA die Wasser-Moleküle in ihrer Umgebung so beeinflusst, dass sich diese in spezifischen "Nano-Strukturen" anordnen. Die so organisierten Moleküle senden dann Radiowellen aus, die jenen der ursprünglichen DNA entsprechen. Auch wenn die DNS aus der Lösung durch Verdünnung faktisch entfernt wird, behalten die Wassermoleküle die spezifische Anordnung und Frequenz-Signatur.
DNA teleportiert?
Nun hat Montagnier seine Forschungen erweitert und nun nachgewiesen, dass Enzyme allein aus der im Wasser enthaltenen Information die ursprüngliche DNA vervielfältigen können. Und als wäre das nicht genug, meint er auch noch die Information durch Quanteneffekte von einem Wasserglas auf ein benachbartes übertragen zu können.
Die Versuche haben einige Kontroverse ausgelöst, die Reaktionen reichen von großem Interesse bis zu glatter Ablehnung.
"Wenn die Ergebnisse stimmen, wäre dies das wichtigste Experiment, dass in den letzten 90 Jahren durchgeführt wurde und das würde eine komplette Reevaluierung der gesamten bekannten Grundlagen der Chemie erfordern", äußerte sich etwa der Chemiker Jeff Reimers von der University of Sydney. "Die experimentellen Methoden scheinen logisch."
"Die biologischen Experimente sind verblüffend, ich würde sie nicht gleich ablehnen wollen", meint auch Greg Scholes von der University of Toronto in Canada.
Andere Kollegen hingegen halten die Ergebnisse für kompletten Unsinn und Montagnier für wahnsinnig.
Wenn Enzyme sich irren
Der Aufbau der Versuche ist simpel: Zwei getrennte Röhren mit Wasser werden, vom Erdmagnetfeld abgeschirmt, einem Niedrigfrequenz-Magnetfeld ausgesetzt. In einer der Röhren befindet sich in Wasser gelöste DNA, in der anderen reines Wasser. Nach 16 Stunden wird in beiden eine Polymerase-Kettenreaktion (engl. Polymerase Chain Reaction, PCR) ausgelöst. Bei dieser Methode werden Enzyme dazu veranlasst, die in einer Lösung enthaltene DNA zu vervielfältigen.
Montagnier behauptet nun, dass die Informationen der DNA-Moleküle durch Quanteneffekte im Magnetfeld in die Röhre mit reinem Wasser übertragen wurden. Das Wasser bilde dort die gleiche Nano-Struktur als würde sie das DNA-Molekül umschließen und bilde dadurch quasi die äußere Form der DNA nach - gerade so, als wäre dieses Molekül in der Lösung enthalten. Die Enzyme halten dann diese "Geisterform "für DNA und extrahieren dadurch die Information der DNA aus der Stellung der Wassermoleküle und bilden daraus die DNA korrekt nach.
Interessanterweise funktioniert die Übertragung nur, wenn die DNA im anderen Glas vorher durch mehrere Zyklen 10-facher Verdünnung läuft, wie sie auch in der Homöopathie angewendet werden. Allerdings auch nur bei sieben bis zwölf solcher Verdünnungen und nicht mehr bei den in der Homöopathie üblichen hohen Potenzen.
Trotz der Ablehnung wollen verschiedene Forscher nun versuchen, die Versuche zu wiederholen. Sollten sich die Ergebnisse als korrekt herausstellen, müssen die Schulbücher für Chemie, Biologie, Physik und Medizin neu geschrieben werden.
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Quelle :
http://www.sein.de/news/2011/januar/nobelpreistraeger-dna-per-quantenuebertragung-teleportiert-.html
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