Freitag, 04. Februar 2011
Münchner SicherheitskonferenzNATO sieht Weltordnung in Gefahr
Die Münchner Sicherheitskonferenz beginnt dieses Jahr mit einem Paukenschlag. NATO-Generalsekretär Rasmussen warnt die Europäer, sie sollten mehr in die Verteidigung investieren, ansonsten könnten sich die USA nach anderen Partnern umsehen. Bei dem Spitzentreffen stehen die Unruhen im arabischen Raum und der "Cyberwar" ganz oben auf der Agenda.NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen warnte am Rasmussen bezeichnete die Unruhen in Ägypten, Tunesien und im Nahen Osten als "tektonische Plattenverschiebungen". "Heute steht nicht nur die Weltwirtschaft, sondern die Weltordnung auf dem Spiel", sagte er. Es sei nicht klar, wie die Unruhen ausgehen werden und was die langfristigen Konsequenzen für die Welt sind.
Rasmussen forderte deshalb die europäischen Mitgliedstaaten des transatlantischen Militärbündnisses zu einem stärkeren, auch finanziellen Engagement in die Verteidigungspolitik auf. Während die europäischen Mitglieder in den vergangenen beiden Jahren ihre Ausgaben für Verteidigung deutlich reduziert hätten, hätten sie Länder wie China und Indien deutlich ausgeweitet. Rasmussen warnte vor diesem Hintergrund vor einem Zerbrechen der NATO: "Wenn Europa nicht mehr in der Lage ist, einen angemessenen Beitrag zu leisten, dann könnten sich die Vereinigten Staaten anderswo nach Partnern umsehen."
Rasmussen sprach sich für ein stärkeres Verfolgen von Strategien zur "intelligenten Verteidigung" aus. Dazu gehöre "mehr Sicherheit für weniger Geld durch flexiblere Zusammenarbeit". Allerdings müsse gerade Europa auch Geld investieren, vor allem in der Forschung. "Ohne die entsprechende Hardware zur Stützung der weichen Macht wäre das Potenzial Europas, Krisen zu bewältigen, sehr stark beeinträchtigt", warnte der NATO-Generalsekretär.
Quelle :
http://www.n-tv.de/politik/NATO-sieht-Weltordnung-in-Gefahr-article2535361.html
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